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Obwohl der Neckar eine sehr niedrige Fließgeschwindigkeit aufwies, stiegen bereits gut 21 Minuten nach dem Startschuss die ersten drei Sportler aus dem Wasser: Julian Becker (VfL Münster), unmittelbar gefolgt von Nils Lorenz (TV Bretten) und Fabian Reuter. Die zweite Ath-leten-Gruppe mit Boris Stein (RSG Montabaur), dem zweimaligen Cup-Sieger Julian Erhardt (Triathlon Grassau) und Steffen Kundel (TSV Amicitia Viernheim) benötigte etwa eineinhalb Minuten mehr für die 1.800 Meter lange Schwimmstrecke.
Obwohl Boris Stein am schnellsten auf dem Rad war, konnte er den Schwimmrückstand nicht ganz aufholen. Nils Lorenz verteidigte seine gute Ausgangsposition und wechselte als Erster in die Laufschuhe, Reuter und Stein waren ihm dicht auf den Fersen. Auf den letzten fünf Kilometern beschleunigte Reuter das Tempo und erreichte – dank einer hervorragenden Zeit von 34,28 Minuten für den abschließenden 10-Kilometer-Lauf – nach 2:10:28 Stunden als Erster das Ziel. „Heute konnte ich meine Laufstärke ausspielen, aber ich war mir bis zum
Schluss nicht ganz sicher, ob es reichen würde“, freute sich Reuter über seinen Sieg.
Ein kleines Missgeschick passierte Boris Stein. Er merkte beim Einlaufen ins Stadion zu spät, dass er noch eine Stadionrunde bis ins Ziel laufen musste, startete dann aber noch einmal durch und wurde nach Nils Lorenz Dritter.
Julian Erhardt, der in diesem Jahr bereits den Mußbach- und den Maxdorf-Triathlon gewonnen hat und beim HeidelbergMan vor einer Woche als Dritter ins Ziel kam, konnte beim RömerMan nicht in die Entscheidung eingreifen. Er war einer der Athleten, die durch die hohe Temperatur im Neckar, die laut Landesamt für Umwelt bei knapp 25 Grad lag, völlig überhitzt aus dem Wasser kam.
Erhardt, der den gesamten Cup-Sieg 2022 fest vor Augen hat, muss nun in Viernheim beim abschließenden V-Card-Triathlon Jakob Breinlinger, den Zweiten beim Mußbach-Triathlon sowie beim HeidelbergMan 2022 auf Distanz halten, um das Triple „BASF TCRN“ nach seinen Cup-Siegen 2018 und 2019 vollzumachen.
Auch bei den Frauen hatten sich drei Athletinnen bei der ersten Disziplin an die Spitze gesetzt. Etwa 23:30 Minuten benötigten Friederike Willoughby, Kathrin Halter (SV Nikar Heidelberg) und Franziska Schildhauer (TSV Amicitia Viernheim) für das Schwimmen im Neckar. Auf dem Rad war Willoughby mit 1:22:37 Stunden etwa zwei Minuten schneller als ihre direkten Verfolgerinnen unterwegs. Sie wechselte als Erste auf die Laufstrecke, gefolgt von Kathrin Halter, und konnte ihren Vorsprung auf Halter bis ins Ziel auf zweieinhalb Minuten ausbauen.
Mit 40:10 Minuten für die abschließenden 10 Kilometer war Eleisa Haag ((SV Würzburg 05) so schnell, dass sie ihren Rückstand vom Schwimmen wettmachen und sich den dritten Platz sichern konnte. „Ich bin superzufrieden“, strahlte die Siegerin Willoughby im Ziel und führte ihren Erfolg zumindest teilweise auch darauf zurück, dass sie mit den hohen Temperaturen wohl besser zurechtgekommen ist als manche Konkurrentin.
„Während sich Julian Erhardt als Favorit für den BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar 2022 große Hoffnungen auf den Sieg machen kann, müssen die Frauen zunächst abwarten, wie die offizielle Zwischenwertung nach den ersten vier Cup-Rennen 2022 aussieht. Sie soll bis Ende der kommenden Woche, also spätestens 29. Juli, vorliegen“, informiert TCRN-Geschäftsführer Jürgen Hilberath. „Dann können die Athletinnen die Rechnungen aufma-chen, wie viele Punkte sie noch für einen Sieg benötigen.“
Den Saisonabschluss des Triathlon-Cup Rhein-Neckar bildet traditionell der V-Card-Triathlon in Viernheim am 27. August. Das Rennen, das in diesem Jahr über die Sprint-Distanz ausge-tragen wird, geht als letzter Wettkampf in die Wertung 2022 ein.
Wie viele andere Veranstaltungen war auch der RömerMan dieses Jahr nicht ausgebucht. An einer schlechten Organisation kann es keinesfalls gelegen haben, da waren sich Athleten und Besucher einig. Das neue Team unter der Leitung von Alexander Rittlinger und Fabian Körner hatte dank der tatkräftigen Unterstützung durch viele langjährige, erfahrene Mitglieder eine hervorragende Veranstaltung organisiert.
„Wir haben ein paar Dinge leicht verändert, an einigen Schräubchen gedreht, aber wir wollten den Charakter des beliebten RömerMan erhalten. Ich hoffe, dass uns das gelungen ist. Besonders freut mich das Lob vieler Besucher, wie freundlich und kompetent unsere Helfer gewesen sind“, zieht Rittlinger Bilanz.
Heidelberg, 23. Juli 2022
1. Fabian Reuter | (TuS Griesheim) | 2:10:28 Stunden |
2. Nils Lorenz | (TV Bretten) | 2:12:50 Stunden |
3. Boris Stein | (RSG Montabaur) | 2:13:44 Stunden |
1. Friederike Willoughby | (TuS Griesheim) | 2:34:34 Stunden |
2. Kathrin Halter | (SV Nikar Heidelberg) | 2:37:04 Stunden |
3. Eleisa Haag | (SV Würzburg 05) | 2:38:15 Stunden |